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Neue Regelungen für Arbeiten mit Blei und Diisocyanaten in den Niederlanden

Was bedeutet das für Arbeitgeber in den Niederlanden?

Arbeitgeber in den Niederlanden müssen strengere Vorschriften für das Arbeiten mit Gefahrstoffen einhalten – insbesondere mit Blei und Diisocyanaten. Diese Änderungen ergeben sich aus EU-Vorgaben und sollen Arbeitnehmer besser vor Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz schützen.

Wenn Sie mit diesen Stoffen arbeiten – zum Beispiel in Industrie, Bau, Technik oder Produktion – bringen die neuen Regeln konkrete Pflichten mit sich. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Änderungen zusammen und erklären, was das für Sie als Arbeitgeber bedeutet.

Warum strengere Regeln für Blei und Diisocyanate?

Blei und Diisocyanate sind seit Langem als Stoffe mit erheblichen Gesundheitsrisiken bekannt. Eine Exposition kann zu dauerhaften Schäden führen, etwa zu neurologischen Erkrankungen, Fruchtbarkeitsproblemen, Asthma und anderen Atemwegserkrankungen.

Die Europäische Union hat daher beschlossen, bestehende Grenzwerte zu verschärfen und zusätzliche Pflichten einzuführen. Die Niederlande haben diese Vorgaben in das Arbeitsschutzrecht übernommen, sodass sie unmittelbar für Arbeitgeber mit Personal in den Niederlanden gelten.

Niedrigere Expositionsgrenzwerte für Blei

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Regelungen ist die Senkung des zulässigen Expositionsgrenzwerts für Blei am Arbeitsplatz. Das bedeutet: Arbeitgeber müssen früher Maßnahmen ergreifen, um eine Exposition zu vermeiden oder zu begrenzen.

Darüber hinaus gelten strengere Anforderungen für:

  • Risikoinventarisierung und -evaluation (RI&E)
  • Regelmäßige Gesundheitskontrollen für Arbeitnehmer
  • Unterweisung und Anleitung zum sicheren Umgang mit Blei


Arbeitgeber müssen nachweisbar machen, dass sie alles tun, um die Exposition so gering wie möglich zu halten.

Verpflichtende Schulung bei Arbeiten mit Diisocyanaten

Für Diisocyanate gilt inzwischen eine verpflichtende Schulungs- und Zertifizierungspflicht für Arbeitnehmer, die mit diesen Stoffen arbeiten. Ohne nachweisliche Schulung dürfen Beschäftigte nicht mit Diisocyanaten arbeiten.

Die Schulung muss unter anderem folgende Punkte abdecken:

  • Gesundheitsrisiken von Diisocyanaten
  • Sichere Arbeitsmethoden
  • Korrekte Verwendung persönlicher Schutzausrüstung
  • Vorgehensweisen bei Zwischenfällen


Diese Pflicht gilt nicht nur für niederländische Arbeitgeber, sondern auch für ausländische Arbeitgeber mit Personal in den Niederlanden.

Was bedeutet das konkret für Arbeitgeber?

Die verschärften Regeln erfordern ein aktives und strukturiertes Vorgehen. Arbeitgeber sollten prüfen:

  • Ob in der Organisation Blei oder Diisocyanate eingesetzt werden
  • Ob eine bestehende Risikoinventarisierung und -evaluation (RI&E) noch aktuell und vollständig ist
  • Ob Beschäftigte über die richtige Schulung und betriebsmedizinische Begleitung verfügen
  • Ob Verträge mit Subunternehmern und Lieferanten die neuen Anforderungen abdecken

Die Nichteinhaltung dieser Pflichten kann zu Bußgeldern, zur Stilllegung von Arbeiten und zu Haftungsrisiken führen.

Rechtzeitig vorbereiten vermeidet Risiken

Wie bei früheren Verschärfungen im Arbeitsschutz gilt: Wer frühzeitig handelt, vermeidet Probleme. Wenn Sie jetzt prüfen, ob Ihre Organisation die neuen Anforderungen erfüllt, verhindern Sie Überraschungen bei Kontrollen durch die niederländische Arbeitsinspektion (Nederlandse Arbeidsinspectie).

Für ausländische Arbeitgeber und internationale Organisationen ist das besonders wichtig, da sie häufig weniger vertraut mit den niederländischen Arbeitsschutzvorschriften sind.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Einhaltung der niederländischen Arbeitsschutzvorschriften?

Interfisc unterstützt Arbeitgeber dabei, ihre arbeitsrechtlichen und Arbeitsschutzpflichten in den Niederlanden zu erfüllen. Wir helfen Ihnen unter anderem bei der Einordnung und Umsetzung neuer Vorschriften sowie bei weiteren Fragestellungen rund um ausländische Arbeitgeber und Personal in den Niederlanden.

Möchten Sie wissen, was diese neuen Arbeitsschutzregeln konkret für Ihre Organisation bedeuten? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

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