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Grenzüberschreitende Gehaltsabrechnung vor, während und nach der Corona-Krise

Wie ist das jetzt genau?

Während der Corona-Krise galt eine Übergangsregelung, die es Grenzgängern ermöglichte, während der Covid-19-Lockdowns im Home Office zu arbeiten, ohne dadurch plötzlich in seinem Wohnsitzland sozialversichert zu sein.
Auch aus steuerlicher Sicht wurde zwischen den Niederlanden, Belgien und Deutschland vorübergehend vereinbart, dass der Lohnsteuer-/Berufssteuervorabzug unverändert fortgesetzt wurde, obwohl nach den steuerlichen Vorschriften eigentlich eine Abzugspflicht im Wohnsitzland zutreffen würde.

Übergangsregelung für Sozialversicherung verlängert bis zum 1. Januar 2023, für Steuern nicht

Die Übergangsregelung für die Sozialversicherung sollte am 1. Juli 2022 ablaufen, aber am 14. Juni 2022 vereinbarten die europäischen Mitgliedstaaten, dass die Arbeit im Home Office sozialversicherungsrechtlich zumindest bis zum 1. Januar 2023 keinen Wechsel vom Beschäftigungsland zum Wohnsitzland darstellt. Unterdessen wird an einer neuen Lösung für solche Situationen gearbeitet, da das Arbeiten im Home Office inzwischen als „das neue Normal“ gilt.

Wie bereits erwähnt, hatten sich die Niederlande, Belgien und Deutschland im Hinblick auf die steuerrechtlichen Folgen dieser Sachlage vorübergehend darauf geeinigt, dass während der Corona-Krise die Arbeit von bislang grenzüberschreitenden Arbeitnehmern im Home Office nicht zu einer Besteuerung im Wohnsitzland führen würde. Unter der Voraussetzung, dass die betroffenen Grenzgänger bereits vor der Corona-Krise in ihrem Beschäftigungsland besteuert wurden.

Diese befristete Steuerregelung ist jedoch am 1. Juli 2022 ausgelaufen, d.h. ab diesem Zeitpunkt muss jede grenzüberschreitende Situation neu geprüft werden. Seit dem 1. Juli 2022 gelten wieder die „normalen“ Regeln: Ein Arbeitnehmer hat seinen Lohn in dem Land zu versteuern, in dem er arbeitet (hier klicken für die wichtigsten Grundregeln).

Konsequenzen für Grenzgänger und „Salary-Splitter“

Die oben erwähnten Übergangsregelungen für Grenzgänger betrafen auch die sogenannten „Salary-Splitter”  (Beschäftigte mit Gehaltsaufteilung), die in zwei oder mehr Ländern arbeiten. Während der Corona-Krise hatte die Verpflichtung zur Arbeit im Home Office keine Folgen auf das Land Ihrer Steuerabgaben und Sozialversicherungsbeiträge, sofern dies hinreichend begründet wurde (siehe unsere Kommentare dazu weiter unten in diesem Artikel unter „Worauf sollten Sie achten?“).

Und genau wie bei den Grenzgängern wird die Übergangsregelung für die Sozialversicherung für Salary-Splitter bis zum 1. Januar 2023 gelten, während ab dem 1. Juli 2022 wieder die regulären steuerrechtlichen Bestimmungen gelten werden.

Worauf sollten Sie achten?

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sowohl vor als auch nach der Corona-Krise in jedem Fall eine hinreichende Begründung für die Gehaltsaufteilung erforderlich ist, die u.a. Folgendes darlegt:

  1. dass der Arbeitnehmer nachweisen kann, dass er tatsächlich im Ausland gearbeitet hat und
  2. dass dies dem im Ausland besteuerten Gehalt entspricht.


Wenn dieser Nachweis nicht erbracht werden kann oder unzureichend ist, besteht die Gefahr, dass die Steuerbehörden des Wohnsitzlandes die Steuerbefreiung des im Ausland verdienten und dort versteuerten Gehalts ablehnen, und zwar mit allen Konsequenzen (einschließlich Doppelbesteuerung). Letzteres kann in dem Fall dann auch auf die oben erwähnte Krisenzeit angewendet werden. Wir empfehlen Arbeitgebern und ihren Arbeitnehmern daher, und vielleicht jetzt mehr denn je, jeden Beschäftigungszeitraum im Ausland hinreichend zu begründen.

Was bedeutet das für Ihre Lohnbuchhaltung?

Wenn sich der Arbeitsalltag Ihrer Mitarbeiter nach dem 1. Juli 2022 im Vergleich zum Zeitraum vor Beginn der Corona-Krise ebenfalls verändert hat, empfehlen wir Ihnen, Folgendes zu überprüfen:

  • In welchem Land Ihre Mitarbeiter sozialversichert sind
  • In welchem Land/welchen Ländern sind Sie verpflichtet, Lohnsteuer-/Berufssteuervorabzug für Ihre Mitarbeiter einzubehalten?


Wenn Sie dies nicht tun und die Lohnbuchhaltung weiterhin Abzugszahlungen in das falsche Land leistet, riskieren Sie administrative Probleme und Geldstrafen.

Hier klicken, um die wichtigsten Regeln hinsichtlich des grenzüberschreitenden Arbeitens zu lesen:

Grenzüberschreitendes Arbeiten & Entsenden

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In unserem Newsletter „Internationale HR- & Payroll-Angelegenheiten“ informieren wir Sie mehrmals im Jahr über Entwicklungen im Bereich grenzüberschreitendes Arbeiten und Arbeitgeberverpflichtungen in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien.

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Bereits seit 1972 ist Interfisc auf die grenzüberschreitende Personalverwaltung sowie Lohn- und Gehaltsbuchführung spezialisiert: in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. In unsere Niederlassungen in den Niederlanden und Belgien arbeiten wir mit einem internationalen Team aus ca. 45 engagierten, kompetenten, verantwortungsbewussten Mitarbeitern. 

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